Medizinischer Hinweis
Keine ärztliche Beratung
Die Rechner und Texte auf bmirechner.eu dienen der allgemeinen Information über Körpergewicht, Körperzusammensetzung und Energiebedarf. Sie ersetzen keine Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch Ärztinnen, Ärzte oder andere Fachpersonen. Entscheidungen über Ernährung, Medikamente oder eine Gewichtsveränderung sollten Sie nicht allein auf Grundlage der hier berechneten Werte treffen. Ein BMI außerhalb des Normalbereichs ist keine Diagnose, ein BMI im Normalbereich kein Nachweis von Gesundheit.
Grenzen der Berechnungen
Alle Ergebnisse beruhen auf Formeln und Grenzwerten, die aus Daten großer Bevölkerungsgruppen abgeleitet wurden. Für einzelne Personen können sie deutlich abweichen. Insbesondere gilt:
- Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskel-, Knochen- und Fettmasse und berücksichtigt die Fettverteilung nicht.
- Nach Amputationen, bei Querschnittlähmung, Wassereinlagerungen (Ödemen) oder starkem Muskelschwund weichen die Ergebnisse systematisch ab.
- Für Menschen süd- und ostasiatischer Herkunft gelten niedrigere Grenzwerte, als sie die allgemeinen Tabellen zeigen.
- Körperfett- und Kalorienwerte sind Schätzungen mit einer Unsicherheit von mehreren Prozentpunkten bzw. Prozent.
- Vorerkrankungen, Medikamente, Blutwerte und Blutdruck fließen in keine Berechnung ein.
Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten
Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Lassen Sie sich ärztlich beraten, wenn:
- Ihr BMI unter 18,5 oder ab 30 liegt, oder ab 25 zusammen mit Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhten Blutfetten,
- Ihr Taillenumfang bei Frauen 88 cm, bei Männern 102 cm oder mehr beträgt,
- Sie ungewollt mehr als 5 % Ihres Gewichts innerhalb von sechs bis zwölf Monaten verloren haben,
- Ihr Gewicht ohne erkennbaren Grund rasch zunimmt, etwa mit geschwollenen Beinen oder Atemnot,
- Sie über 70 Jahre alt sind und Ihr BMI unter 22 liegt,
- Sie eine größere Gewichtsabnahme, eine sehr kalorienarme Diät unter 800 kcal oder Medikamente zur Gewichtsreduktion planen.
Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie in Deutschland den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, in Österreich die Gesundheitsberatung unter 1450. In Notfällen wählen Sie in Deutschland und der Schweiz 112 oder 144, in Österreich 144.
Essstörungen
Wenn sich Ihre Gedanken ständig um Essen, Gewicht oder Figur drehen, Sie Mahlzeiten auslassen, nach dem Essen erbrechen, Abführmittel nehmen oder Essanfälle haben, kann eine Essstörung vorliegen. Zahlen wie BMI oder Kalorien können diese Gedanken verstärken. Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Störung sind gut behandelbar, je früher, desto besser.
- Deutschland: Info-Telefon Essstörungen des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, 0221 892031; TelefonSeelsorge, 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222, rund um die Uhr und kostenlos.
- Österreich: Hotline für Essstörungen, 0800 20 11 20, kostenlos.
- Schweiz: Die Dargebotene Hand, 143, rund um die Uhr.
Auch Hausarztpraxen, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie Beratungsstellen für Essstörungen bieten Unterstützung an, ebenso für Angehörige.
Aktualität
Die Inhalte werden nach bestem Wissen und auf Grundlage der genannten Fachquellen erstellt. Medizinisches Wissen und Empfehlungen von Fachgesellschaften ändern sich jedoch; eine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität besteht nicht. Die verwendeten Quellen sind auf der Seite Über das Projekt aufgeführt.